Eine schöne Landschaft

Landschaft wird subjektiv wahrgenommen. Von jedem unterschiedlich, vom Touristen anders als vom Einheimischen, vom Spaziergänger anders als vom Landnutzer. Die meisten Menschen ­tragen ein Bild von schöner Landschaft in sich und brauchen eine intakte Land­schaft für ihr Seelenleben. Meist sind es idyllisch-ländliche, vergangenheitsorientierte Vor­stellun­gen – ­harmonische Landschaften, möglichst ohne Verdrahtung, Verspiegelung und Versiegelung, ohne monotone Fluren, störende Verkehrswege und gesichtslose Architektur.

Die Eigenart und Schönheit der Landschaft des Allgäus liegt in ihrer Bewegtheit. Es ist eine abwechslungsreiche, kleinstrukturierte Welt von Hügeln und Senken, durchsetzt von Gewässern, Mooren und Tobeln, bereichert durch Bäume, Schöpfe, Feldkreuze und Kapellen. Das Hügelland gibt ein Gefühl des Begrenzten und gleichzeitig der Weite. Immer wird das Bild in der Ferne durch die Alpenkette abgeschlossen. Ablesbar sind in dieser Landschaft auch die Strukturen des kulturellen Erbes: religiöse Zeichen genauso wie technische Denkmale, traditionelle Hof- und Dorfformen ebenso wie altehrwürdige Städte und Residenzen. Die lebendige Kulturlandschaft stellt nicht nur einen hohen ideell-ästhetischen Wert dar, sondern bildet auch einen der heute so wichtigen "weichen" Standortfaktoren. In einer intakten und schönen Landschaft lässt es sich eben nicht nur gesund leben, man will da auch wohnen, arbeiten und investieren.