Zeichen der Frömmigkeit im westlichen Allgäu
Eine Landschaft inventarisieren – kann man das überhaupt? Und wem soll das nützen? Die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im württembergischen Allgäu traute sich diese Aufgabe zu und erfasste im Laufe vieler Jahre die ihre heimatliche Landschaft prägenden Elemente – immer in der Absicht, das Gewachsene und historisch Geprägte zu erhalten und rücksichtsvoll weiterzuentwickeln. Nahezu 7.000 Objekte des Natur- und Kulturerbes wurden dabei inventarisiert. Auf dieser Grundlage befasst sich Manfred Thierer mit den für das Gebiet so zahlreichen religiösen Glaubenszeichen in der Landschaft: Feldkreuzen, Bildstöcken, Kapellen, Haus-, Hof- und Brückenheiligen und anderen Zeugnissen des Glaubens. Warum gibt es in der südöstlichen Ecke des Landes so viele davon? Wie erklärt sich ihre Formenvielfalt? Warum wurden sie errichtet? Begnügt man sich nur mit dem traditionellen Erbe oder wird auch Neues hinzugefügt? Zu diesen Fragen versucht das Buch Antworten zu geben und den Leser mitzunehmen, die Heimat neu zu entdecken und kennenzulernen.

SZ-Bericht vom 26.11.2013